Modellgestützte chirurgische Rekonstruktion komplexer Mittelgesichtsfrakturen

Abstract

Vorgestellt wird ein innovatives Verfahren zur objektiven Bestimmung der Knochenanordnung bei bilateralen Mittelgesichtsfrakturen, inklusive der Möglichkeit einer planungsgerechten, bild- und navigationsgestützten Repositionierung dislozierter Knochenfragmente. Dazu wird ein statistisches Formmodell des ‘gesunden’, ‘normal geformten’ knöchernen Mittelgesichtsschädels an noch intakte Bereiche des traumatisierten Schädels angepasst. Das Formmodell liefert nach seiner Anpassung eine Formvorgabe für die zerstörte Region. Der Operationsvorschlag in Form des angepassten Formmodells wird in den Bildraum ̈übertragen und kann so im DICOM Format exportiert werden. Diese Daten können intra-operativ im Overlay mit den tomografischen Bilddaten visualisiert werden. Mittels bild- und navigationsgestützter Verfahren lassen sich einzelne Knochensegmente exakt über die im Overlay dargestellte und per Navigation lokalisierbare Formvorgabe positionieren und in vorgegebener Position fixieren. Auf diese Art ist eine objektive Rekonstruktion eines frakturierten Mittelgesichtes praktisch umsetzbar.

Publication
Biomed Tech 2010; 55 (Suppl. 1), pp. 107-108, 2010 by Walter de Gruyter, Berlin, New York
Hans Lamecker
Hans Lamecker
Managing Director

Advancing 3D analysis, planning, design and manufacturing using innovative computational methodologies and tools.